Ein ganz normaler Morgen

Klapp, gehen meine Augen auf. Ich recke und strecke mich.

 Zuerst mein linkes Bein, dann mein rechtes. Ach ja, die Arme muss ich ja auch strecken.

 Dies mache ich ganz langsam und gemütlich. Nach dem ich meine Brust und den Rest

 meines Körpers gestreckt habe, versuche ich aufzustehen.


Das ist gar nicht einfach. Man muss entweder das linke Bein oder über das linke Bein

 das rechte Bein aus dem Bett bringen. Wenn man das linke Bein benützt,

 ist der ganze Tag verkehrt. Warum? Da gibt es so ein doofes Sprichwort oder Wortart.

 Also versuche ich meinen rechten Fuß zuerst auf den Boden zu bekommen.

 Dieses ist mir auch heute gut gelungen.


Nachdem ich es auch geschafft habe, meinen müden Körper in die vertikale Achse zu bringen.

 Oh, ich meine als ich es geschafft habe, mich auf mein verknuddeltes Bett zu setzen.

 Bin ich fast schon auf. Jetzt muss ich nur noch den ganzen Körper auf meine Füße bringen.

 Dann kann ich auch, ja was kann ich dann? Ach ja! Meine Zähne Putzen. Oder gehe ich erst auf Toi.. ,

 Tio.., auf das Klo?


In der Ferne höre ich meine Mama rufen. „Stefan,  was macht’s du denn solange oben?

 Du musst doch zur Schule! Beeile dich ein bisschen! Es ist schon gleich sieben Uhr!“.


Bei so vielen nett gesagten Wörtern, bleibt  mir gar nichts anderes übrig,

 endgültig aufzustehen.


Ich springe auf meine Beine. Ziehe meine Pantoffel an, schnappe meine Unterwäsche,

 und renne auf die Toilette. Oh, ich kann es!


Dort angekommen, überlege ich mir, ob es sich lohnt so schnell zu machen.

 Ich beschließe einen Schritt langsamer zu hetzen.


Nachdem ich meine Zahnpasta, die nach Erdbeeren schmeckt, und meine neue Zahnbürste,

 die alte hatte die Haare hängen lassen, gefunden habe, muss ich nur noch meine Zähne finden.

 Bin ich blöd, die sind ja in meinen Mund. Der Verschluss der Zahnpasta aufgedreht

 und drauf gedrückt. Ups, da kam ein dicker Strahl heraus. Was nun? Die erste Hälfte

 wird schnell in meinen Mund gesteckt. Somit war der kleine Hunger schon mal weg.

 Ja, und die andere Hälfte auf die Zahnbürste. Als ich dann meine Zähne geputzt und mit

 viel Wasser nachgespült habe, ging ich auf den Abort.


Zuerst habe ich nachgesehen ob mein Papa nicht vorher sein kleines Geschäft,

 wie er immer sagt, gemacht hat. Manchmal muss ich den WC - Deckel mit einem Tuch sauber

 machen, weil Papa gar nicht richtig, beim Pipi machen, zielen kann. Dann schimpft meine

 Mama und sagt. ‘Mann’ kann sich ja auch hinsetzen. Ja, ja die Mutti hat ja keine Ahnung.

 Jeder Junge weist doch, im stehen geht es viel besser.


Nach dem ich den Knopf von der Körperausscheidungsbeseitigungsanlage gedrückt habe.

 Zog ich meinen Schlafanzug aus und die Unterwäsche sowie die Socken, die meine Mama

 neben das Waschbecken gelegt hat, an. Danach gehe ich aus dem 00 hinaus.

 Schließe die Tür vom Donnerbalken. In meinem Zimmer zieh ich mir noch meine Hose,

 Hemd und Schuhe an. Packe  meinen Ranzen und dabei fällt mein Blick auf mein Schulheft,

 darauf steht: Name: Stefan Huber, Klasse: 4b, Fach: Deutsch.


Ich schlage die letzte Seite auf, dort steht. ‘Es gibt für viele Sachen verschiedene Wörter,

 zum Beispiel kennen die Eskimos fünf verschieden Wörter für Schnee. Je wichtiger

 die Sachen für ein Volk sind um so mehr Bezeichnungen gibt es. Eure Hausausgaben sind:

 Eine Sache zu finden die für die Deutschen so wichtig ist das  mindestens fünf verschiedene

 Wörter dafür vorhanden sind.’ Das war bis jetzt die letzte Aufgabe, bei der  mir

 nichts einfiel. Ich schnappe mir schnell meinen Bleistift und schreibe:

 00, WC, Klo, Toilette und Abort und als sechstes zum Spaß

 „Körperausscheidungsbeseitigungsanlage“ und noch Donnerbalken.

 Dies macht zusammen sieben. Zwei mehr als die Eskimos mit ihrem Schnee.

 Jetzt muss ich mir aber mal was überlegen. Wie wichtig, muss das Strullen

 und das Abseilen für die Deutschen sein, dass diese sieben Wörter für einen und

 den gleichen Raum haben. Na, wie ich am Anfang schrieb:

 Ein ganz normaler Morgen.


Ich wünsche uns allen ein gutes Miteinander!


Das Leben ist viel einfacher, wenn man sich anpasst, aber viel Lustiger,

 wenn man so ist wie man ist!