Ein unbedachtes Wort

 

Ein unbedachtes Wort entrutschte einer Zunge

 und fand den Weg ins falsche Ohr.

 
Es rutschte weiter und gelangte ins Herz. Im Herzen

 jedoch war kein Platz

 
für das Wort. Man stiess es empört hinaus.

Das Wort ärgerte sich und wurde

 
böse. Es machte sich auf dem Weg hinaus.

 Seine Wanderung führte zur Zunge.

 
Diese schickte es weiter zum Mund, der dem Wort

 wiederum ein anderes Ohr empfahl.

 
Dort angelangt, wies ihm das Ohr den Weg zum Herzen.

 Das Herz hatte noch ein Plätzchen frei und so machte

 sich das Böse Wort im Stübchen des

 Herzens bequem.


Mit der Zeit wollten die Mitbewohner nicht mehr

 mit dem Bösen Wort zusammenleben

 
denn es machte ihnen das Leben schwer. Das Herz

 jedoch hatte das Wort liebgewonnen

 
und so mussten die Liebe, Dankbarkeit und die Freude

 ausziehen. Das Wort hatte


nun den ganzen Raum für sich. Doch die Einsamkeit

 machte dem bösen Wort schwer zu schaffen.

 Als der Hass, die Zwietracht und die Lüge auf

 Wanderschaft auch am


Herzen des bösen Wortes vorbeikamen, lud das Wort

 die Gäste zum verweilen an.


Es gefiel ihnen sehr deswegen blieben sie.

 Die Zwietracht holte sogar ihre Kinder

 
Neid und Eifersucht herbei. Nicht lange darauf heiratete

 das Böse Wort die Lüge und


sie gebar ihm ein Kind. Die Hinterlist.

 Auch Zwietracht erwartete ein weiteres Kind.

 
Sie nannte es böse Tat. Als Böse Tat älter wurde

 freundete sie sich mit der Hand und

 der Hinterlist an.

 
Hinterlist wiederum hatte den Verstand zum Freund.


Als die Lüge nun berichtete, dass die andere Zunge,

 die das unbedachte Wort fallen gelassen hatte,

 sich über das Herz lustig gemacht hätte,

 wurden alle sehr empört.


Böses Wort, Lüge, Hass, Zwietracht und auch ihre

 Kinder berieten sich.


Man war sich einig der Zunge und seinen Freunden

 eine Lektion zu verpassen.


Böses Wort erklärte sich bereit seinen Freund,

 der ebenfalls eine Zunge war,


um einen Gefallen zu bitten , Lüge sollte

 ihn dabei unterstützen.


Hinterlist bat den Verstand um Hilfe und die Böse

 Tat rief ihre Freundin, die Hand, zur Hilfe.

Hass, Zwietracht, Neid und Eifersucht

 sollten die anderen mit Verpflegung, Informationen

 und Seelsorge in diesem Kampf unterstützen.

 
Nun konnte es beginnen.